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Franzoesische casino welt 2009 Drucken E-Mail
Friday, 3. July 2009
2009: Ein spannendes Jahr in der -Welt

2009 wird ein entscheidendes Jahr für alle s in Frankreich. In diesem Jahr werden die online casinos gesetzlich zugelassen, was heute in Frankreich noch nicht wirklich der Fall ist. Da die Gesetzgebung im Zusammenhang mit Online-Spielen ein wenig unklar ist, wollte die Regierung die Situation ein für alle Mal klären. Über Affären wie 888 und Bwin ist viel geredet und geschrieben worden, vor allem, als über Norbert Teufelberger und Manfred Bodner (die Leiter von Bwin) im September 2006 ein Untersuchungsverfahren verhängt wurde.

Ende 2006 kam die Debatte über Online-Spiele ins Rollen und wurde von den Medien aufgegriffen, welche die Frage nach der Legalität dieser Spiele stellten. Es fiel der EU schwer, sich unisono über dieses brenzlige Thema zu äußern. Zwei Seiten standen sich gegenüber: einmal die Befürworter von Online-Spielen wie Großbritannien und Malta, in denen viele online casino-Gesellschaften ihren Sitz haben (B3W, Bwin, Unibet etc), und auf der anderen Seite die Gegner solcher Spiele, allen voran Frankreich, zumindest bei Beginn.

Manche Spiel-Websites, z.B. Bwin, wollten die Gelegenheit ergreifen und beweisen, dass die französische Regierung Online-Spielen gegenüber zwei verschiedenen Messlatten ansetzt. La Française des Jeux (FDJ) und Pari Mutuel Urbain (PMU) haben seit sehr langer Zeit in Frankreich das Staatsmonopol für Glücksspiele. Um die Millionen Euro Einnahmen zu schützen, die auf diese Weise jedes Jahr in die Staatskasse fließen, ließ die französische Regierung sich lange bitten, das Unerklärliche zu erklären. Wie kann man Websites für Online-Sportwetten verbieten und sie als ungesetzlich ansehen, obwohl FDJ und PMU in aller Öffentlichkeit für ihre Online-Spiele werben? Die Akteure der online casinos und der virtuellen Sportwetten und Pokerspiele machten zusammen Druck auf Brüssel, wobei sie sich auf eines der grundlegenden Elemente der Europäischern Union stützten: den freien Dienstleistungsverkehr. Frankreich stand also mit dem Rücken an der Wand.

Die Lobbies ihrerseits machten Druck auf die Entscheidungstreffer und belegten die Verlässlichkeit und Seriosität der wesentlichen Akteure auf dem Markt der Onlinespiele, die durchaus bereit sind, Steuern und Gebühren für die von ihnen betriebenen Spiellizenzen zu zahlen.

Eric Woerth verkündet die lange erwartete Nachricht

Paris hat seine Entscheidung hinausgezögert und ist von Brüssel, insbesondere dem europäischen Kommissar für den Binnenmarkt, Charlie McCreevy, einem großen Anhänger von Pferderennen, mehrmals gemahnt worden. Und als dann eines Tages die Drohung kam, die Angelegenheit vor den Europäischen Gerichtshof zu bringen, ging alles sehr schnell. Im Juni 2008 hat sich die Regierung Sarkozy entschieden, und der Haushaltsminister Eric Woerth hat bekannt gegeben, dass der französische Markt sich für ausländische Betreiber öffnet. Im Klartext hieß es: „Drei Bereiche der Online-Spiele werden dem Wettbewerb geöffnet: Sportwetten, Wetten auf Pferderennen und manche casinospiele, unter anderem Poker".
Der Gesetzesentwurf sollte dem Parlament im Herbst 2008 vorgelegt werden, und ab dem 2. Halbjahr 2009 sollte sich der Markt öffnen.

Die Gruppen, welche online casinos und herkömmliche casinos betreiben, freuen sich über diese Bekanntmachung; FDJ und PMU werden jetzt wie alle anderen Betreiber behandelt, insbesondere Websites für Pferderennen. Das Projekt, den französischen Markt zu öffnen, hat auch Gegner, die das Argument vorbringen, es bringe die Pferdezucht und die Rennen sowie Hunderte von Arbeitsplätzen in Gefahr.

Eric Woerth hat angekündigt, dass die Öffnung des französischen Spielmarktes eng überwacht und genau mitverfolgt wird. Eine besondere Instanz soll damit beauftragt werden, die Anträge der einzelnen Gruppen: online casinos, Pokerspiele und Sportwetten, zu analysieren. Gesellschaften, die ihre Dienste in Frankreich anbieten wollen, müssen ein sehr strenges Lastenheft und Transparenzkriterien einhalten. Websites mit einer europäischen Lizenz, z.B. Bwin, Roxy Palace und Spin Palace (mit einer Lizenz aus Malta A. d. V.) erhalten nicht automatisch Zugang zum französischen Markt. Obwohl Malta Firmen für Online-Spiele gegenüber sehr hohe Anforderungen stellt, möchte Frankreich lieber selbst jeden Kandidaten kontrollieren, der französischen Spielern seine Dienste anbieten will.

Herkömmliche casinos im Wettlauf nach Lizenzen

Die französischen casinos haben dieser Entscheidung vorgegriffen, manche sogar mehrere Jahre. Die Gruppe Partouche gehörte zu den stärksten Anhängern der Öffnung des Marktes für Online-Spiele, und Patrick Partouche hat seine Meinung über Online-Spiele in mehreren Fernsehsendungen zum Ausdruck gebracht. Im Laufe der positiven Zeichen der Regierung im Zusammenhang mit der Gesetzgebung über Online-Spiele haben immer mehr Akteure bekannt gegeben, dass auch sie sich beteiligen wollen. Die größte Gruppe für herkömmliche casinos, die Gruppe Barrière, hat wissen lassen, dass sie bereit ist für den Tag, an dem sich der Markt öffnet. Sie hat begonnen, in Erwartung der neuen Gesetzgebung eine Fun-Version für ein (mehrere?) online casino(s) für das französische Publikum einzurichten. Hier können die Spieler mit Spielgeld spielen und sich so mit den vielen casinospielen vertraut machen. Anhand der Fun-Version lernen sie die Plattform, die Spiele und die diversen Funktionalitäten kennen. Sobald die Entscheidungsinstanzen grünes Licht geben, sind diese casinos dann für Spiele mit echtem Geld verfügbar.

Auch die anderen casino-Gruppen stehen an der Startlinie und wollen ihren Teil an einem Kuchen, der auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr geschätzt wird.
Die Gruppen der herkömmlichen casinos haben alle ihr Augenmerk auf die Online-Spiele gerichtet, die Zukunft der casinos, wenn man den Experten glaubt. Es kann durchaus sein, dass Anhänger herkömmlicher casinos sich ebenfalls den Online-Spielen zuwenden, selbst wenn nichts die Atmosphäre und Wärme eines „echten“ casinos ersetzen kann.

Die herkömmlichen casinos haben den unzähligen auf Internet zu findenden Online-Kasions gegenüber einen Vorteil: die Verbindung zum Staat. Die in Frankreich niedergelassenen Gruppen Barrière, Partouche, Tranchant, Joa Casinos (Ex Gruppe Moliflor) und Cogit sind alle beim Allgemeinen Nachrichtendienst bekannt. Sie werden kontrolliert, und regelmäßig werden Berichte an die Spitze der Pyramide gesandt. Diese Gruppen erhalten automatisch eine Spiellizenz, denn der Staat weiß genau, wer hinter ihnen steht, und wie verlässlich sie sind.
Ein Schwachpunkt der neuen casinos liegt ihrer mangelnden Kenntnis der Praxis. Online casinos gibt es schon seit –zig Jahren im Internet, und sie kennen alle Tricks, um sich in diesem wettbewerbsintensiven Milieu durchzusetzen. Gruppen wie Euro Partners (ggf. mit unfairen Vorgehensweisen gegenüber den Partnern), Wagershare, Intercasino und Party Gaming haben im Laufe der Zeit eine wesentliche Erfahrung gesammelt, dank derer sich ihre casinos im Universum der Online-Spiele durchgesetzt haben. Manche online casinogruppen haben keine eigene Marketingabteilung und vergeben diesen Bereich an externe Agenturen. Diese Marketingfirmen sind in Onlinespielen spezialisiert und kennen die boomende Industrie in- und auswendig. In E-mailing spezialisierte Agenturen und Filialen gibt es viele, und Know-how kommt erst mit der Zeit. Diese Agenturen haben eine so große Kenntnis der Praxis, dass herkömmliche casinos, die eine Online-Version einrichten wollen, keine andere Wahl haben als mit einer Agentur zusammenzuarbeiten, welche die virtuelle Welt ganz genau kennt.

Um ihren Erfolg sicher zu stellen, sollten die herkömmlichen casinos sich mit Gruppen zusammentun, die in diesem Thema Experten sind. Diese Strategie ist für beide Parteien von Vorteil. Die herkömmlichen casinos profitieren von der Erfahrung und den Beziehungen der casinos, die im Internet schon präsent sind. Die online casinos ihrerseits brauchen sich nicht um den Erhalt einer Lizenz zu kümmern, da die französischen casinos bei den Behörden sehr gut bekannt sind.
Dank derartiger Partnerschaften sowie dank der Tatsache, dass online casinos jetzt in Frankreich legal werden, wird die Anzahl der Besucher in den online casinos 2009 rasant ansteigen. Die Franzosen dürften sich in den von den bekannten Gruppen herkömmlicher casinos eingerichteten Online-Versionen tummeln, deren Sites bestimmt wunderschön werden.


Die strategische Verbindung zwischen herkömmlichen französischen casinos und im Internet spezialisierten Marketingfirmen (Marketingagenturen, welche die Werbung ihrer Kunden: online casinos, Online-Pokerspielsäle oder Sportwetten A. d. V. kreieren), ist eine unentbehrliche Voraussetzung für raschen Erfolg im Milieu der Online-Spiele.

Aber nicht nur herkömmliche casinos interessieren sich für die Online-Version. Bekannte Namen wie Vivendi, Orange, SFR und TF1 haben ebenfalls ihr Augenmerk auf die virtuelle Welt gerichtet, um ihre Einnahmen zu optimieren. Stephane Courbit, einst Stützpfeiler bei Endemol (eine in der Konzeption von Reality Shows spezialisierte Gesellschaft: Loft Story, Secret Story; Star Academy), hat die Online Wettfirma Betclic aufgekauft. Diese Firma hat sich nicht nur auf Sportwetten konzentriert, sondern auch auf online casinos und virtuelle Pokerspielsäle.

In den kommenden Monaten werden im Universum der Online-Spiele tief greifende Änderungen vor sich gehen; es heißt, mehrere Milliarden Euro stehen auf dem Spiel. Die großen Akteure sind schon darauf vorbereitet, sich in die Arena zu stürzen, wie z.B. die Gruppen Partouche und Barrière oder Persönlichkeiten wie Stéphane Courbit. Die Konkurrenz wird hart, und wer den Zug verpasst, kann das in einer virtuellen Welt, die sich rasant ändert und auf Nachzügler nicht wartet, nicht wieder wettmachen.

Ende 2009 werden wir eine den Markt der Online-Spiele analysieren können, in dem sich so rasant so viel ändert und der mit so vielen Überraschungen aufwartet. Fortsetzung folgt.

© Casinoweb
 

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